APRC Lauf 2 — Kadur profitiert von Gills Aufgabe und gewinnt die 49. South India Rally in Chennais Hitze

World Stage Journal
Karna Kadur und Kumar Ramaswamy überwanden einen Turboausfall und gewannen das APRC- und INRC-Double in Madras
Die 49. South India Rally, ausgetragen vom 17. bis 19. April am Madras International Circuit vor den Toren Chennais, diente sowohl als Lauf 2 der FIA Asia-Pacific Rally Championship als auch als Lauf 1 der Indian National Rally Championship. Der Inder Karna Kadur überstand am letzten Tag einen plötzlichen Turbodefekt und sicherte sich den Sieg — begünstigt durch den Ausfall des dreifachen APRC-Champions Gaurav Gill, der bis dahin geführt hatte.
Die South India Rally ist eine der ältesten Veranstaltungen im Asia-Pacific-Rallyekalender. Die 49. Ausgabe nutzte einen gemischten Schotter- und Asphalt-Kurs rund um den Madras International Circuit, eine moderne Motorsportanlage am Stadtrand von Chennai. April im südlichen Indien bedeutet Temperaturen über 35 Grad Celsius — die Anforderungen an Kühlsysteme und Reifen sind mit keinem Rallye auf der Nordhalbkugel vergleichbar.
Kadurs Turbo verlor in der zweiten Wertungsprüfung des letzten Tages die Leistung und kostete ihn fast eine Minute. Doch in derselben Prüfung hatte Führender Gaurav Gill — dreifacher APRC-Champion — einen eigenen Mechanikdefekt und schied von der Spitze aus. „Ehrlich gesagt dachte ich, es wäre vorbei“, sagte Kadur am Ziel. „Als der Turbo nachgab, wurde mein Kopf leer.“
Jeet Jabhakh und Beifahrer Musa Sherif belegten den zweiten Platz. Den dritten Rang holten Spaniens Edgar Vigo Lopez und Fatima Ameneiro Teijeiro — eine Crew auf Gaststart, die den Weg nach Asien auf sich genommen hatte und schließlich auf dem Podium stand, ein unerwartetes Ergebnis, das in sozialen Medien für Aufmerksamkeit sorgte.
Der Sieg war ein historisch erster APRC-Triumph für Arka Motorsports, Kadurs indisches Team. Das Doppeltitel-Format — APRC und INRC auf einer einzigen Veranstaltung — spiegelt wider, wie die indische Motorsportszene sich zunehmend an internationalen Standards ausrichtet. Gills Reaktion in der nächsten Runde wird genau beobachtet werden.
Eine technische Anmerkung zu Kadurs Turboproblem ist es wert, hinzugefügt zu werden. Die April-Bedingungen in Chennai — Temperaturen zwischen 35 und 38 Grad Celsius, Luftfeuchtigkeit um 70 Prozent — belasten die Ladeluftkühler zwei- bis dreimal stärker als eine typische ERC- oder WRC-Veranstaltung. Das Turboaggregat des Škoda Fabia Rally2 ist darauf ausgelegt, im Spitzenbetrieb mehr als 300 PS zu liefern, aber die relativ langsamen, gemischten Prüfungen rund um Madras schaffen Bedingungen, bei denen die Kühlung mit der Wärmeentwicklung nicht Schritt halten kann. Kadurs 'Turboausfall' war höchstwahrscheinlich ein anhaltender Leistungsverlust durch Überhitzung und keine katastrophale Bauteilstörung.
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