Das Ende von World RX — Der Tag, an dem Rallycross sein Gravitationszentrum nach Asien verlagerte
World Stage Journal
Die FIA World Rallycross Championship schloss nach der Saison 2025 ihre Türen. Die Spitze schrumpft zum Euro RX — während eine neue Flamme in Jakarta entfacht wird
Die FIA World Rallycross Championship endete nach der Saison 2025 und senkte den Vorhang für die globale Vorzeige-Serie des Sports nach mehr als zwei Jahrzehnten. Ab 2026 übernimmt die FIA European Rallycross Championship als Höhepunkt — aber die Geschichte endet dort nicht. Im Dezember desselben Jahres entzündet sich ein neues Weltklasse-Event in Jakarta, Indonesien.
Die FIA World Rallycross Championship endete nach der Saison 2025. Ihr Nachfolger, die FIA European Rallycross Championship, eröffnet die Saison 2026 als neuer Höhepunkt des Sports — aber wie der Name klar macht, ist es eine rein europäische Serie. Der Kalender umfasst sechs Läufe, vom Lettland-Auftakt am 9. Mai bis zum Finale in Lousada, Portugal, am 13. September. Alle Veranstaltungsorte liegen in Europa.
Dennoch schließt sich der Rallycross-Kalender 2026 nicht innerhalb europäischer Grenzen. Am 5. und 6. Dezember findet der neu geschaffene Rallycross World Cup im Jakarta International e-Prix Circuit in Indonesien statt. Es ist das erste weltweite Rallycross-Event, das jemals in Asien ausgetragen wurde — und es kommt im selben Jahr, in dem die World-RX-Ära zu Ende ging.
■ Was war World RX? — Eine Zusammenfassung von zwanzig Jahren
Der direkte Vorgänger der FIA World Rallycross Championship war die European Rallycross Championship, die seit 1993 in Europa stattfand. World RX wurde 2014 zum Weltmeisterschaftsstatus erhoben — das Jahr, in dem Petter Solberg, ehemaliger WRC-Champion, den Titel holte. Renndauern von vier bis fünf Minuten, dedizierte gemischte Schotter-Asphalt-Strecken und Tür-an-Tür-Racing in enger Tuchfühlung schufen ein Zuschauererlebnis der Extraklasse.
Auf seinem Höhepunkt zwischen 2016 und 2018 expandierte World RX erheblich mit dem Einstieg von Hyundai Motorsport. Die kumulierten Zuschauerzahlen wurden in den Zehnmillionen berichtet. Dann kehrte sich der Wind: Finanzielle Probleme, eine stockende Elektrifizierung und ein auf Skandinavien konzentrierter Talentpool untergruben die Legitimität des Weltmeisterschaftsstatus.
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